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Social Entrepreneurship: Geschäftsmodell “Gutes Tun”

Social Entrepreneurship: Geschäftsmodell “Gutes tun”

Was ist Erfolg? Ein dickes Konto, immer mehr Wachstum, immer mehr Profit? Die Gründerszene von Social Startups setzen dem nun einen neuen Trend entgegen. Social Entrepreneurs gründen Firmen, bei denen nicht der Profit Unternehmenszweck ist, sondern der gesellschaftliche Mehrwert. Die Nachhaltigkeit ist im Trend: seit 2000 ist die Anzahl der Social Startups um 110% Prozent gestiegen. Sind Social Entrepreneure nun das Unternehmertum der Zukunft?

„Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie die Welt morgen aussieht“ Marie von Ebner-Eschenbach

Zugegeben, Vieles entwickelt sich gerade nicht wirklich “enkelfreundlich”. Corona stellt unsere Welt auf den Kopf und das Klima geht mitsamt den Gletschern den Bach runter.

Social Entrepreneure schwimmen gegen den Strom. Sie sind aktive Gestalter*innen mit innovativen und tiefgreifenden Ansätzen, welche die Welt ein kleines bisschen besser machen. Sie meckern nicht, sondern handeln. Sie schaffen den Spagat zwischen unternehmerischem Denken und sozialem Mehrwert. Sie streben nicht mehr nur danach, die Besten der Welt zu sein, sondern die Besten für die Welt zu sein. Diese Mentalität, ist in unserer heutigen Zeit enorm wichtig, denn die Social Startups können helfen, wo die Maßnahmen des Staates nicht mehr ausreichen.

Können soziales Engagement und erfolgreiches Unternehmertum einander ergänzen?

Ja, es geht sogar ganz wunderbar! Auch mit dem Geschäftsmodell “Gutes tun” lassen sich erfolgreiche Unternehmen gründen. Social Entrepreneurship ist genauso betriebswirtschaftlich wie normale Gründungen, doch bekommen Faktoren wie Arbeitsqualität, Umwelt und Nachhaltigkeit einen besonderen Stellenwert. Wer nur sozial an eine Vision herangeht, vernachlässigt die Kostenstrukturen oder wie sich Prozesse möglichst effizient gestalten lassen. Wer sich jedoch von dem ökonomischen Ideal der Profitmaximierung antreiben lässt, kann nicht sozial verantwortlich handeln. Die Kunst ist es, die soziale Mission und die unternehmerische Haltung miteinander zu verkuppeln und beide Identitäten auszuleben. Dies verlangt, insbesondere in der Gründungsphase eines Unternehmens, Selbstvertrauen, Mut und Beharrlichkeit, wenn es darum geht umweltfreundliche, soziale und zugleich unternehmerische Ziele zu verfolgen. Anfangs klingt die Idee oft lächerlich und schier unmöglich. Auch Ecosia hat diese Vorbehalte häufig zu spüren bekommen, denn die Entscheidung (mindestens) 80% der Gewinne zu spenden, klingt tatsächlich…verrückt. Doch, wie wir an diesem Beispiel sehen – es ist möglich! 

Ich will gute Laune bei der Arbeit!

Eine sinnvolle und erfüllende Arbeit mit gesellschaftlicher Wirkung für jede|n Einzelne|n und für die Gemeinschaft bringt einfach gute Laune mit sich. Der Blick nach vorne auf die Ergebnisse in der Zukunft oder das persönliche Interesse an dem Themenbereich des Jobs, können eine große Motivation sein. Social Entrepreneure erfüllen sich genau diesen Traum von einer sinnvollen Arbeit, die Spaß machen kann. So wie es Konfuzius bereits sinngemäß sagte: “Such dir einen Job, den du liebst und du wirst nie wieder arbeiten müssen.”.

Egal, ob Startups kurz nach Gründung oder etabliertes Unternehmen – die Förderung von nachhaltigen Entwicklungen auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene sorgt für ein besseres Klima im Büro und in der Welt!

Sei ein Changemaker!

Die Summe individueller Anstrengungen könnte tatsächlich eine Welle schlagen, groß genug, um Probleme der Gesellschaft zu lösen. Mit der „Agenda 2030“ haben im September 2015 die Staats- und Regierungschefs beschlossen, die größten Herausforderungen anzugehen, vor denen die Menschheit steht. Armut beenden, hochwertige Bildung, Geschlechtergleichstellung, Klimawandel – diese und 13 weitere Ziele sollen von Regierungen, Unternehmen, Organisationen, doch besonders von jedem Einzelnen vorangebracht werden. Der Countdown läuft: Wie können wir unsere Potenziale gemeinsam besser nutzen, um die globalen Ziele zu erreichen?

Rostock wird aktiv:

Um die Entwicklungsziele für eine gerechte, nachhaltige und gesunde Welt bis 2030 zu erreichen, braucht es mutige und innovative Akteure, die gemeinsam an einem Strang ziehen. In unserem Design-Thinking-Workshop kommen genau diese Menschen und Ideen zusammen. Gemeinsam könnt Ihr als Umdenker|innen, Gründer|innen und Unternehmer|innen aus der Region, neue Projekte für Rostock entwickeln, um die 17 globalen Ziele voranzubringen. Ihr bekommt kostenlos das Werkzeug in die Hand, um eine Social-Startup-Idee zu entwickeln und ein|e aktive|r Gestalter|in unserer Gesellschaft zu werden. 

Du hast noch nicht genug?
Unsere Podcast-Playlist zum Thema Social Entrepreneurship:

Ein ganz heißer Tipp: Der Podcast “Geil Montag”. Hier geht es um Menschen, für die der Sinn ihrer Arbeit an erster Stelle steht. In der Folge vom 27. April 2020 geht es um soziales Unternehmertum und Matthias Scheffelmeier erzählt über die verschiedenen Facetten von Social Entrepreneurship, von bahnbrechenden Ideen und dem Ashoka-Netzwerk. 

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Felix Lobrecht und Tommi Schmitt interviewten am 01. Mai 2020 in ihrem Podcast “Gemischtes Hack” den Social Entrepreneur und Geschäftsführer von GoodBuy Simon Böhnlein:

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Im Podcast “Lehrjahre” interviewt Louisa Plasberg den Gründer und Geschäftsführer von “Project Together“ Philipp von der Wippel (24). „Project Together“ unterstützt Gründerinnen und Gründer, die gesellschaftliche Probleme mit einem innovativen Ansatz lösen wollen:

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Was sind Social Entrepreneurs?

Unternehmer*innen, welche gesellschaftliche Probleme erkennen und innovative Lösungen finden. Sie machen aus ihrer Idee eine langfristige Berufung und gründen Unternehmen/Organisationen, bei dem nicht der Profit Unternehmenszweck ist, sondern der gesellschaftliche Mehrwert.

Oder kürzer: Unternehmer*innen, die bereit sind, das Risiko und die Anstrengungen zu übernehmen, um durch ihre Initiativen positive Veränderungen in der Gesellschaft herbeizuführen.

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